Du hörst lieber zu? Diesen Blogartikel gibt es ab dem 25. März auch als Podcast auf iTunes, Spotify & Co zu hören.

In meiner Instagram-Story habt ihr mit mir vor Kurzem die un-hilfreichsten Sätze und Sprüche geteilt, die ihr je gehört und bekommen habt. Da manche Sätze teilweise von Menschen stammen, die das beruflich machen (z.B. Psychotherapeuten) und ich selbst schon an Konzepte geglaubt habe, von denen ich mich heute deutlich distanziere, da sie mir nicht gut tun, habe ich einen Blogartikel darüber gemacht.

Es kursieren nach viel vor sooo viele „un-hilfreichen“ Aussagen in Büchern, auf Social Media und sonst überall, zu denen ich dich einladen möchte, sie nochmal zu überdenken.

Der Markt an Selbsthilfe-Büchern, spirituellen Leadern, die ihre Heilungs-Dienste verkaufen; das Interesse für Selbstheilung, Persönlichkeitentwicklung und allem was dazu gehört, ist so groß wie (gefühlt) noch nie zuvor.

Und der Bedarf ist riesig. Immer mehr Menschen wird bewusst, wie wichtig es ist, sich selbst zu reflektieren, achtsam zu sein. Immer mehr Menschen suchen Antworten auf ihren emotionalen Schmerz. Und das ist gut! Es ist ein zeichen, dass das kollektive Erwachen der Menschheit fortschreitet und das brauchen wir und die Welt so dringend wie nicht anderes.

Ich selbst habe bis vor ein paar Jahren noch so gut wie ALLES konsumiert, gelesen, gehört, ausprobiert um einen Weg zu finden, dass es mir besser geht. Heute produziere ich selbst Content, den Menschen verfolgen und in dem sie Halt suchen (und hoffentlich auch finden).

Aber das Ganze hat eine Kehrseite. Wenn Menschen verzweifelt sind (wie ich es auch war), tendieren sie dazu, sich an jedem Strohhalm festzukrallen, den sie finden. Schnell Dinge zu glauben, die irgendjemand sagt, und sie ungeprüft als die eigene Wahrheit anzunehmen und so leider immer mehr von ihrer eigenen abzukommen.

Es gibt einige spirituelle Konzepte und psychologische Ideen, die ich heute gerne in Frage stellen möchte, da sie irreführend und sogar kontraproduktiv sein können. Ich möchte einige Dinge, die ich vor ein paar Jahren selbst noch als gut und richtig eingestuft habe, heute aus einer neuen Perspektive beleuchten.

Im letzten Jahr habe ich meine eigenen Skills, Heilungstools und mein Bewusstsein & meine Wahrheit stark verfeinert, nuanciert und geschliffen – Und ich möchte dich einladen, reinzufühlen, und nachzuspüren, was DEINE Wahrheit ist, was mit DIR resoniert, was sich für DICH gut und richtig anfühlt.

Es gibt einige Sätze, Sprüche und Konzepte, die meiner Meinung nach nicht zielführend sind, auch wenn sie sich vielleicht im ersten Moment sinnvoll und gut anhören.

Das Ganze nennt man auch „Spiritual Bypassing“, also das Überdecken von ganz normalen menschlichen Gefühlen und den eigenen Schattenseiten durch spirituelle Praktiken und Konzepte.

Auch Ideen aus der „positiven Psychologie“ sind vielleicht ganz gut gemeint – aber sind sie auch gut gemacht?

Es gibt einige Dinge, die ich in der Vergangenheit unbewusst gemacht habe, von denen ich heute weiß, dass sie eine Vermeidungsstratgeie waren, um meine Wahrheit nicht zu fühlen. Ich wusste es nicht besser, und es war das, was ich überall las und hörte- also muss es ja stimmen, dacht

e ich.

Hier ein paar Hinweise darauf, dass du auch in die „Falle“ des Spiritual Bypassing und der „Toxic Positivity“ getappt sein könntest:

(Hinweis: es ist nichts Schlimmes daran, das ein oder andere Mal so eine Vermeidungsstrategie anzuwenden. Wir sind auch nur Menschen. Und auch ich wende heute hin und wieder sicher manchmal noch ein paar unbewusste Schutzmechanismen an und das ist OKAY – solange es kein Dauerzustand ist und wir nicht chronisch im Verdrängungs- und Ausweichmodus leben.)

  • du rennst von einem Retreat, Kurs, Heiler, Guru, Workshop zum nächsten. Heilung und Persönlichkeitentwicklung sind dein einziger Lebensinhalt geworden. Alles, was du konsumierst dreht sich NUR noch über dein inneres Kind, spirituelle Konzepte, und psychologische Tipps.
  • Du legst ein übetriebenes oder zwanghafter Verständnis für das respektlose Verhalten anderer Menschen an den Tag, weil du „über den Dingen“ stehen und dich „nicht aufregen und deine innere Ruhe bewahren“ willst. Außerdem sind wir ja „alle Eins“ und es hat ganzheitlich betrachtet einen „höheren Sinn“, warum du mit dieser oder jender Person interagierst. Eigentlich ist es aber nur eine Pseudo-Gleichmütigkeit, um Konfrontation aus dem Weg zu gehen.
  • Du ertappst dich dabei, dich spirituell überlegen zu fühlen gegenüber Menschen, die nicht Yoga machen, die nicht wissen was Glaubenssätze sind und die noch fluoridhaltiges Wasser trinken. Du lehnst innerlich alle ab, die „noch nicht so bewusst“ oder „spirituell“ oder „erwacht“ sind wie du. Dein spirituelles Ego kategorisiert und bewertet Menschen, die sich für nicht so tiefgründige Dinge interessieren und ihrem unbewussten irdischen Menschsein nachgehen.
  • Du zwingst dich dazu, Menschen zu vergeben, die dir wehgetan haben (z.B. deinen Eltern) weil du irgendwo gehört hast, dass Vergebung notwendig ist, um frei zu werden. Obwohl du diese Vergebung (noch) gar nicht wirklich fühlen kannst. Obwohl sie (noch) nicht deine Wahrheit ist.
  • Dich triggert etwas und du bist wütend, traurig, verletzt – und schnell meditierst du darüber hinweg, räucherst mit Salbei und sagst dir noch ein paar positive Affirmationen, um schnell die „Bad Vibes“ aus dir rauszubekommen.
  • Du glaubst, ein Guru / Heiler / Schamane / Therapeut / Trainer /Coach hat die richtigen Antworten für dich.
  • du glaubst, dass NUR meditieren oder Yoga dein Leben verändert.
  • du vermeidest und unterdrückst Gefühle wie Wut, weil sie „negativ“ und „low-vibe“ sind und weil jemand gesagt hat, dass wir unsere Gefühle nur BEOBACHTEN sollen.
  • du bleibst lange in einer ungesunden Beziehung, weil du glaubst, dass „bedingungslose Liebe alles heilt“ (Been there, done that).

Hast du dich in einem oder mehreren Punkten erkannt?

Das ist super Badass, und deine Selbstreflektiertheit genießt meinen vollsten Respekt. Das ist mehr als okay. Kannst du es erstmal so annehmen? Als Teil von dir?

Fühl mal rein. Und wenn es geht, nimm es an, nimm DICH an, in all deiner unperfekten und absolut liebenswerten Menschlichkeit.

 

Hast du dir schon meine Freebies angeschaut? Dort findest du viele tolle Infos, Übungen und Selbstcoaching-Tools gratis zum Runterladen, schau doch mal vorbei:

Hier kommst du zu deinen Freebies!

 

Im Folgenden möchte ich ein paar der Konzepte, Sprüche und Ideen, die diese Verhaltensweisen hervorrufen können, unter die Lupe nehmen und aus meinem heutigen Bewusstseins-Stand heraus beleuchten. Nimm mit, was für dich passt, und lass stehen, was sich für dich nicht gut und richtig anfühlt.

Good Vibes Only“

Süßer Spruch, den man immer wieder liest. Unser irdisches Dasein besteht aber nunmal leider nicht nur aus „Good Vibes“ und je mehr uns vermittelt wird, dass sich alles immer nur gut anfühlen darf, desto schwieriger wird es, mit Situationen, Phasen und Gefühlen umzugehen, die sich eben mal nicht so gut anfühlen.

Überhaupt diese Kategorisierung in „Good“ und „Bad“ – hilft uns das wirklich in unserem Leben, das nun mal aus natugegebener Polarität besteht (also aus hell und dunkel, Tag und Nacht, warm und kalt)?

Und ja, man kann den Spruch natürlich auch einfach nur als das stehen lassen, was er vielleicht sein soll: als nett gemeinte Erinnerung, „gut“ zu sich und anderen zu sein und sich an den schönen Dingen des Lebens zu erfreuen. Und ich finde ich es vollkommen in Ordnung, wenn man den Spruch mit diesem Bewusstsein, mit einer Leichtigkeit nutzt und ihn auf seinem T-Shirt oder sonst wo durch die Welt zu tragen und sich daran zu erfreuen.

 

Focus on the positive“

Ja, absolut. Lasst uns bitte unebdingt so oft es geht auf das Positive konzentrieren. Aber bitte auch hier wieder nicht vergessen, dass es nun mal auch unschöne, unangenehme Dinge gibt. Unangenehme Gefühle, toxische Verhaltensweisen, herausfordernde Lebensphasen. Und wenn wir diese ausblenden, sie nicht anschauen, fühlen, erfahren wollen – machen wir nichts anderes, als vor der Realität davonzulaufen.

 

Zeit heilt alle Wunden“

Schöner Spruch, den sogar schon unsere Omis kannten. Und ich glaube, dass es irreführend sein kann, wenn es um emotionale Wunden geht.

Was wirklich emotionale Wunden heilt, ist Bewusstsein, Selbstreflektion, innere Arbeit, die Auseinandersetzung mit unseren Gefühlen und Glaubenssätzen.

Traumata, ungefühlte Gefühle, blockierte Emotionen können Jahre, Jahrzehnte, lebenslang in unserem Mind-Body-System gespeichert sein, wenn wir sie nicht ehrlich anschauen, fühlen und annehmen.

Zeit alleine reicht nicht. Und dieser Spruch kann dazu führen, dass wir genau so weitermachen wie bisher, uns Dinge nicht bewusst machen und sie daher auch nicht ändern können.

 

Dein Ego ist dein Feind und ist die Ursache allein Leids. Du musst es loswerden, um frei zu werden.“

Neulich hatte ich eine tolle Frau bei mir im 1:1 Training. Sie fragte mich aus einer Mischung aus Ungeduld und Verzweiflung: „Laura, wie werde ich endlich mein Ego los?? Ich habe schon so viel an mir gearbeitet, Therapien gemacht, alles Mögliche, aber es kommt einfach immer wieder! Was soll ich tun?!“

Ich war kurz überrascht über diese wichtige und wertvolle Frage.

Ich kann ein Stück weit verstehen, was mit der Idee des „bösen Egos“ gemeint ist.

ABER:

Unser Ego ist unser wichtigster Hinweis auf die Bereiche, wo es noch mehr von unserem Bewusstsein bedarf. Unser Ego ist nichts anderes als das kleine innere Mädchen in uns, das Angst hat. Es sind unsere ungeheilten Wunden im Deckmantel, die sich verzweifelt einen Weg suchen, von uns gesehen, gehört und angenommen zu werden.

Unser Ego zeigt uns den Schmerz, den wir nie bereit waren, wirklich zu fühlen.

Das Ego ist ein Teil von uns.

Und jedes Mal, wenn wir die Stimme unseres Egos verleugnen, verleugnen wir einen Teil von uns Selbst.

Es ist eine Möglichkeit, einen ungeliebten Teil von uns endlich anzunehmen. Neugierig zu werden, was er braucht. Ihm zuzuhören. Ihn zu umarmen, in all seiner Dunkelheit, seiner Angst, seiner Scham.

Der Tag, an dem wir unserem Ego mit tiefem Mitgefühl begegnen, anstatt es wegzudrücken und zu bekämpfen, ist der Tag, an dem wir frei werden.

 

Wenn du Angst hast, denke schnell an was Positives“

gerne auch „meditiere einfach“ oder „sag dir positive Affirmationen“ oder „beschäftige dich mit was Schönem“.

Heißt nichts anderes als: Lenk dich ab. Fühl das Gefühl nicht, was gerade da ist.

Das Ding ist, wir können Gefühle nicht wegmeditieren, wegdenken. Gefühle wohlen GEFÜHLT werden. Nur so können sie integriert und zurück in Flow gebracht werden.

Ich bin überzeugt davon, dass ein Großteil von emotionalen Krankheiten oder Mental Health Disorders daraus resultieren, dass wir bestimmte Gefühle nicht fühlen.

Über Gefühle nachdenken, sprechen, sie analysieren, interpretieren, einordnen, darüber erzählen – ist alles schön und gut, aber es ist NICHT FÜHLEN.

Sogar manche (nicht alle) Mental Health Professionals wie Therapeuten, Psychologen etc. haben das noch nicht wirklich verinnerlicht und behandeln nur Symptome anstatt Ursachen.

Ich bin ein großer Fan vom Meditieren, von der Arbeit mit Affirmationen und davon, sich mit den schönen Dingen zu beschäftigen.

Aber nicht, wenn es darum geht, sich von Gefühlen abzulenken.

Wenn es als Sugar-Coating dient.

Als Vermeidungsstrategie.

We have to feel it to heal it.

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Du musst NUR deine Gedanken / dein Mindset ändern, um dein Leben zu ändern.“

Ich muss zugeben, dieses Konzept habe ich auch einige Zeit geglaubt, bevor ich meine Ausbildung zum Feminine Embodiment Coach gemacht habe. Man liest und hört dieses Konzept so gut wie überall.

Und hell yeah: Es ist unfassbar wichtig, uns unserer Gedanken bewusst zu werden. Diese zu beobachten, zu hinterfragen und gegebenenfalls zu lenken.

Mindset ist ein unumgänglicher Teil auf dem Heilungsweg. Die Macht unserer Gedanken ist immens und es ist fundamental, mit diesen bewusst zu arbeiten.

AAAAABER. (*Trommelwirbel*)

Wir bestehen nicht nur aus unserem Kopf / Gehirn / unseren Gedanken.

Unser Gehirn macht, rein von der Größe gesehen, vielleicht 5% von dem Rest unseres Körpers aus.

Es ist mittlerweile sogar wissenschaftlich bewiesen (für die unter uns, die sowas brauchen), dass unser Herz, unser Magen, eigenständige Organe sind die einen GROßTEIL unseres emotionalen Empfindes prägen.

Das elektromagnetische Energiefeld unseres Herzens ist das stärkste rhythmische Energiefeld, das vom Körper produziert wird und ist um ein VIELFACHES größer als das Energiefeld unseres Gehirns (schau dir hierzu die Studien vom Heart Math Institut an).

Emotionen und Traumata sind in unseren Organen, unseren Zellen gespeichert. Sie sind in unserer Hüfte, unserer Gebärmutter, unserem Kiefer, Hals, Nacken, überall.

Es reicht daher nicht, NUR neu zu denken.

Wir müssen unbedingt MIT UNSEREM GESAMTEN KÖRPER arbeiten, ihn miteinbeziehen, um etwas zu verändern.

Wir müssen unser GESAMTES NERVENSYSTEM mit einbeziehen, um Traumata und blockierte Emotionen zu verstehen und zurück in einen kohärenten Zustand zu bringen.

Alle Konzepte, Heilungsversuche, Therapieformen, die das (unwissentlich) nicht berücksichtigen und daher nicht ganzheitlich arbeiten, dürfen daher hinterfragt werden.

In meiner Trauma-Sensiblen Ausbildung zum Feminine Embodiment Coach (mit der School of Embodied Arts von Jenna Ward https://jennaward.co/) lerne ich unheimlich wertvolles Wissen und praxisnahe und lebensverändernde Tools über die Wichtigkeit, unseren Körper mit einzubeziehen und unsere Gefühle wirklich zu fühlen.

Ich habe bei mir selbst erlebt, wie innerhalb von EINER EINZIGEN SITZUNG mit meinem Coach, ein für mich wirklich unangenehmes, quälendes Gefühl AUFGELÖST wurde.

Und zwar nachhaltig und langfristig. Es war eine für mich unveränderbare Situation im Außen, die dieses Gefühl in mir ausgelöst hatte und weswegen ich zahlreiche schlaflose Nächte hatte.

Indem ich dieses Gefühl IN MEINEM KÖRPER GANZ BEWUSST GEFÜHLT UND somatisch (körperlich) AUSGEDRÜCKT habe in einem sicheren Rahmen und durch die Guidance und Begleitung meines Coaches, kam es zurück in Flow, wurde integriert und somit aufgelöst.

Die Situation im Außen hat sich nicht geändert – aber mein Gefühl dafür im Inneren. Ich bin seit dem in tiefem Frieden damit.

Ich bin so überzeugt von der Wirkunsweise dieser „Methode“ (eigentlich ist es keine Methode, sondern einfach ein Weg, den Dingen ihren ganz natürlichen Lauf zu lassen) dass ich in meinen 1:1 Badass-Trainings mit diesem Tool aus dem Feminine Embodiment jetzt noch tiefgreifender, nachhaltiger und ursächlicher arbeiten kann.

Mindset ist wichtig. Der Rest vom Körper ist mindestens so wichtig, wenn nicht sogar noch einen Ticken mehr.

 

Gefühle wie Scham oder Angst sind TOXISCH“

Diesen Satz habe ich vor Kurzem auf Instagram gelesen, von einer Coachin mit mehreren Zehntausend Followern. Sie ist sogar selbsternannte Expertin für Empathen und Highly Sensitive People, also für Hochsensibilität.

Sie hat dieses Statement ohne weiteren Kontext oder Erklärungen in einem Video so dargelegt. Sowas macht mich wirklich sprachlos und auch ein bisschen wütend. Ich bin mir sicher, dass sie das mit der besten Intention gepostet hat – es ist aber in meinen Augen grob fahrlässig, sowas zu behaupten.

Leider ist sie nicht die Einzige, die solche Aussagen macht. Und damit ganz viele Menschen noch mehr verunsichert und davon abhält, all ihre Gefühle anzunhemen und als Teil von sich willkommen zu heißen.

Ein ganz normales menschliches Gefühl als toxisch zu bezeichnen, ist wie, wenn ich behaupte, es ist toxisch, einen Arm zu haben.

Mein Arm ist ein ganz natürlicherTeil meiner menschlichen Inkarnation hier auf der Erde. Ich frage mich, ob es mir hilft, meinen Arm zu bekämpfen und ihn als Feind zu sehenn oder sogar als „toxisch“ zu bezeichnen.

Es ist sowieso schon schwer genug, authentisch mit Gefühlen wie Angst und Scham umzugehen – und wenn wir jetzt auch noch gesagt bekommen, dass diese Gefühle TOXISCH sind, führt das dazu, dass wir uns dafür SCHÄMEN, dass wir uns schämen.

Das führt dazu, dass wir uns von unseren unangenehmen Gefühlen ablenken, sie weghaben wollen oder sie sogar bekämpfen.

DAS ist toxisch. Das ein sehr destruktiver Strudel.

Ja, jede Emotion hat eine bestimmte energetische Frequenz. Freude, Liebe, Mitgefühl, haben energetisch gesehen ein „hoch“ schwingende Frequenz. Angst, Scham, haben eine energetisch „niedrig“ schwingende Frequenz – was aber nicht heißt, dass sie toxisch oder schlecht sind!

Sie sind ganz genauso Teil unseres menschlichen Gefühlsspektrums und WOLLEN gesehen, gefühlt und angenommen werden.

Klar, fühlt es sich nicht besonders spaßig an, Angst zu fühlen. Das ändert aber nichts daran, dass diese Angst in diesem Moment ein Teil von uns ist.

Ja, unsere Jahreszeiten bestehen aus Frühling, Sommer, Herbst, Winter. Im Sommer herrschen hohe Temperaturen. Im Winter niedrige Temperaturen.


Ist der Winter jetzt „toxisch“ oder „schlecht“, weil dort nun mal naturgegebenrmaßen niedrige Temperaturen herrschen? Es ist nunmal Teil unserer polaritären Welt.

Ja, tagsüber gibt es viel Licht, abends wenig bis keins. Was davon ist jetzt gut oder schlecht? Nichts davon. Es ist wie es ist, und nur unsere Bewertung macht es zu gut oder schlecht.

Also bitte, bitte, wenn du jemals so etwas lesen oder hören solltest:

Ist das wirklich DEINE Wahrheit?

Bitte bitte, sieh ALLES was du liest und hörst nur als Denkanstoß und Inspiration, und fühle IMMER erst in DICH rein, ob es auch DEINE Wahrheit ist. Alles. Alles von mir, von deinen Freunden, von Eckhart Tolle, deiner Therapeutin, deinem Coach, von Angela Merkel, von der Queen, von deinem neuen Liebelings-Self-Help-Book von dem Bestseller-Autor, von der coolen spirituellen Hippie-Healerin auf Instagram mit 2 Millionnen Followern.

Wenn es eins gibt, worum ich dich wirklich bitte, ist, dass du niemals jemand anderem die Macht gibst zu bestimmen, was für DICH wahr ist.

 

Wenn du nicht 24/7 glücklich, happy & zufrieden bist, stimmt was nicht mit dir“

24/7 glücklich & happy sein ist unnatürlich. Wir Menschen, vorallem wir Frauen, sind keine linearen Wesen. Wir sind zyklische Wesen. Unsere Stimmung wird beeinflusst von unseren Hormonen, den Planeten, dem Wetter, der Jahreszeit, unserem Zyklus, unseren kollektiven und unsere generationsübergreifenden Themen und unseren persönlichen und alltäglichen Freuden & Leiden. Niemand ist 24/7 happy, holy & confident.

Auch das ist wieder ein Unterdrücken, Weghaben-Wollen, Bekämpfen der Schattenseiten und der unangenehmen Gefühle unseres menschlichen Daseins.

Ja, wenn du seit Wochen nicht mehr gelacht hast und chronisch down bist, ist es sinnvoll, das zu hinterfragen und genauer anzuschauen.

Ja, ich glaube, dass unser natürlicher Grund-Zustand tendenziell Freude und Liebe ist, uns grundsätzlich eine lebensbejahende und wohlwollende Einstellung zu uns selbst und unserem Leben innewohnt, zu der wir immer öfter zurück-wollen, und wir eben durch verschiedene Erfahrungen und Prägungen Ängste etc. entwickeln, die das überdecken. Und dass GENAU DAS Teil unserer menschlichen Daseins ist. Diese Dualität aus Licht und Schatten.

Und indem wir das annehmen, also Licht UND Schatten, wir auch viel öfter zufrieden sein könnten.

Das ständige nur dem „Tollen“ hinterherjagen und das „Schlechte“ bekämpfen führt zu einer Rastlosigkeit. Man ist nie präsent. Nie im Hier und Jetzt.

Annehmen, Hingeben, Zulassen, Vertrauen von Licht und Schatten, ist das, was WIRKLICH inneren Frieden schenkt.

 

Mit deiner besten Freundin über deine Gefühle und Probleme sprechen ist immer gut und heilsam.“

Hier wird es sehr nuanciert. Sehr feinschichtig. Lies genau hin.

Ich erinnere mich an Zeiten, da habe ich, als ich in einer sehr unglücklichen Beziehung war, täglich stundenlang mit meiner besten Freundin telefoniert. Manchmal 5 Stunden am Stück (Gott gelob ihr ihre Geduld). Ich habe mich bei ihr ausgeweint, mich über meinen unmöglichen Freund und alles was er tat und nicht tat ausgelassen. Habe mit ihr zusammen analysiert, interpretiert, was das alles bedeuten könnte, warum er dies und jenes so macht wie er es macht. Eigentlich war es eine unfreiwillige Dreier-Beziehung: mein Freund, ich – und meine Beste Freundin, die täglich telefonisch alles haargenau miterlebte.

Ich habe mich verstanden gefühlt, ich hatte eine „Verbündete“ an meiner Seite. Eine, die wirklich nachvollziehen kann, was in mir vorgeht. Das tut gut.

ABER.

Es war nichts anderes, als eine Vermeidungsstrategie von mir. Eine Strategie, um diese unaushaltbare Dynamik in meiner Liebesbeziehung auszuhalten und irgendwie aufrechterhalten zu können. Eine Methode, um alles was ich fühlte und dachte, loszuwerden, ohne etwas an der eigentlichen Situation zu ändern.

Jedes Mal, wenn ich ihr von der nächsten unmöglichen Sache erzählte, durchlebte ich dieselben aufwühlenden Gefühle wieder, die ich in der tatsächlichen Situation hatte. Durch das Erzählen produzierte mein Mind-Body-System dieselben Stress-Hormone und dasselbe Gefühlscocktail immer und immer wieder.

Unser Körper unterscheidet nicht zwischen tatsächlich gelebter Situation und nur vorgestellter / erzählter Situation.

Es kann süchtig machen, über Drama und Chaos zu sprechen und die entsprechenden Gefühle immer und wieder zu durchleben, wenn man sie erzählt.

Dadurch, dass ich so viel und oft mit meiner Freundin über diese Dinge sprach, vermied ich das, was ich eigentlich hätte tun sollen: mich trennen und aus dieser Situation lösen, anstatt nur ständig über sie zu sprechen.

(Das habe ich dann auch getan, allerdings erst einige Zeit später.)

Ja, es ist gut und wichtig, mit einer vertrauen und sicheren Person über seine Probleme zu sprechen. Es kann sehr heilsam sein. Es ist wichtig, dass wir uns verstanden und angenommen fühlen. Ja.

ABER: die Dosis macht das Gift. Es kommt darauf an mit WEM du redest, wie OFT du darüber redest, WARUM du darüber redest und vorallem auch, wie dein Gegenüber auf das von dir erzählte REAGIERT.

Hier komme ich zu einem ganz wichtigen Punkt, über das ich auch einen eigenen Blogartikel schreiben wollte und vielleicht noch schreiben werde:

Das aktive Zuhören.

Ich kenne ganz wenige Menschen, die aktiv Zuhören können.

Die einfach nur empathisch und aufmerksam ZU-hören. Ihren Mund ZUmachen, und nur Herz und Ohren ehrlich öffnen.

Die einfach nur den Raum halten, und dem Gegenüber all die Zeit zu geben, die es braucht, um seiner Wahrheit zu sprechen.

Ohne zu unterbrechen.

Ohne zu projezieren, Ratschläge zu geben, eine eigene Erfahrung oder Interpretation entgegenbringen, bewerten.

Die nicht Partei ergreifen oder sich verbünden.

Die wirklich einfach nur den Raum geben, aktiv zuzuhören, ohne dem anderen die Verantwortung abnehmen zu wollen, ihn trösten oder beratschlagen wollen.

Die höchstens offene Fragen stellen, um deinen Standpunkt noch besser und tiefgreifender zu verstehen und dir dadurch helfen, selbst bewusster und klarer über deine eigenen Muster zu werden.

Selbst meine allerbeste Freundin, die es mehr als gut mit mir meint, (ebenfalls hochsensibel und sehr empathisch), tendiert dazu, mich „retten“ zu wollen, wenn ich ihr etwas erzähle. Das bringt weder mir noch ihr etwas.

Wirklich aktives Zuhören ist ein Skill, das ich bis jetzt nur bei richtig guten Coaches / Trainern und ganzheitlichen Therapeuten erlebt habe. Also Menschen, die das beruflich machen.

Aktives Zuhören ist etwas, das ich an mir Selbs seit vielen Jahren trainiere.

Als Mindset- und Emotionstrainerin ist es fundamental für mich, aktiv zuhören zu können – denn es ist für mein Gegenüber eine der heilsamsten und bekräftigsten Erfahrungen, die sie machen kann. Es ist Self-Empowering für mich selbst und andere, wirklich einfach nur präsent zu sein, mit dem was ist, ohne den eigenen Senf dazuzugeben.

Wie viele Menschen in deinem Umkreis können das?

Wie vielen Menschen erzählst du von deinen Struggles, und wie viele davon hören dir wirklich aktiv zu?

Ich weiß, dass es ein bisschen ein „Frauending“ ist, sich sehr detailliert und häufig über Beziehungen auszutauschen und darüber zu reden. Ich sage auch nicht, dass du damit aufhören sollst – ich lade dich lediglich dazu ein, mal aufmerksam reinzufühlen: wie fühlst du dich vor, während und nach dem Gespräch?

Wie oft hast du das Bedürfnis, ganz schnell jemandem von etwas zu erzählen, bevor du dir selbst die Zeit genommen hast, diese Situation für dich zu verdauen, auf dich wirken zu lassen, in sie reinzuspüren? Und warum machst du das?

Jeder Mensch hat ein unterschiedlich großes Mitteilungsbedürfnis, und das ist okay.

Ich frage mich nur manchmal, ob ein generell hohes Maß an sich-anderen-mitteilen-wollen, detailliertem Erzählen intimer Details, gemeinsames interpretieren und analysieren was dies und jenes bedeuten könnte, nicht einfach nur eine Vermeidungsstrategie ist, mit sich und seinen Gefühlen präsent zu sein.

Redest du, um zu vermeiden, oder redest du, um präsent zu sein?

So meine Liebe, das war ein Auszug aus den gängigsten spirituellen Irrtümern.

Bevor du jetzt alle deine Praktiken, Rituale und Tools über den Haufen wirfst und niemandem mehr irgendetwas über dich erzählst, gebe ich dir einfach drei Leitfragen mit, die du dir ehrlich beantworten kannst, wenn du wissen möchtest, ob du das was du machst, als Vermeidungsstrategie nutzt, oder ob es eine Möglichkeit für dich ist, wirklich präsent zu sein.

Stell dir diese Fragen ab jetzt immer Mal, bevor du eine gewohnte Tätigkeit / Tool / Ritual / Austausch mit einer Freundin machst, halte kurz inne, geh in dich, und beantworte dir selbst:

1. Welchen Vorteil habe ich, wenn ich das jetzt tue?

2. Womit muss ich mich nicht beschäftigen, wenn ich das jetzt tue?

3. Womit muss ich mich beschäftigen, wenn ich das jetzt nicht tue?

 

Turn inwards and get your answer there.

Wenn du dir bei deinem persönlichen Thema jemanden wünschst, der dir hilft, PRÄSENT zu sein, DEINE Wahrheit zu finden und deine Gefühle wirklich zu FÜHLEN, anstatt sie zu vermeiden – dann komm zu mir ins 1:1 Online-Badass-Training.

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Ich freue mich sehr auf dich, Badass!

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