Wie du eine Trennung überwindest und wieso sie eine riesige Chance ist

Hey Badass Babe. Vielleicht bist du gerade frisch getrennt, oder auch schon länger, aber es tut noch weh. Oder du befindest dich in einer Beziehung, die diesen Namen eigentlich gar nicht verdient hat und du überlegst schon seit Längerem, dich zu trennen – auch dann ist dieser Blogartikel für dich. Oder du bist glücklicher Single, hast schon ein paar Trennungen hinter dir, hast dir aber noch nie wirklich tiefgreifende Gedanken darüber gemacht.

 

Ich weiß, wie sich Trennungen anfühlen. Ich weiß, wie es ist, wenn du glaubst, dein Herz zerreisst dir bei lebendigem Leib. Wenn du keinen Hunger mehr hast, nicht mehr schlafen kannst, nur noch ein Häufchen Elend bist und einfach nur noch Frieden fühlen willst.

 

Es gibt verschiedene Arten von Trennungen: entweder du „wirst“ getrennt, oder du trennst dich, oder ihr trennt euch einvernehmlich. Oder irgendeine Zwischenform zwischen all dem. Eine Trennung ist nie gleich wie die andere und hat oft vielschichtige und komplexe Gründe.

Ich habe schon verschiedene Trennungsvarianten erleben „dürfen“: ich wurde verlassen, aus heiterem Himmel, und auch absehbar. Ich habe verlassen, obwohl ich dachte, mir reißt es das Herz raus. Egal wie die Konstellation war, es war gefühlt immer wie Hölle und Krieg gleichzeitig.

Ich kenne kein schmerzhafteres, niederschmetternderes und zerstörerisches Gefühl, als Liebeskummer. Es ist ein Schmerz, den man kaum in Worte fassen kann.

Ich erinnere mich an Szenen, an denen ich auf dem Boden meines Badezimmers saß und mir die Seele aus dem Leib schrie vor Herzschmerz. An Szenen, an denen ich den lieben Gott bat, mir zu helfen, weil ich dachte, ich würde diesen Schmerz nicht länger aushalten. Und siehe da: ich hab all diese Situationen überlebt. Und sie haben mich, so abgedroschen das auch klingt, stärker gemacht. Und für jeden Schmerz in der Vergangheit habe ich heute mindestens die äquivalente Portion an Lebensfreude dazu bekommen. Und das kannst du auch haben, Badass.

Für so tief fühlende Wesen wie du und ich, ist Liebeskummer und Trennungsschmerz der absolute Endgegner.

Wenn du also gerade glaubst, nie wieder aus ganzem Herzen lachen zu können, nie wieder jemanden so lieben zu können wie diesen einen Menschen, dich nie wieder auf jemanden so einlassen zu können wie auf diese eine Person – I feel you, Badass.

Es fühlt sich an wie das Ende der Welt. Und ich verspreche dir eine Sache:

Du wirst wieder aus ganzem Herzen lachen können.

Du wirst dein Herz wieder öffnen können.

Und du wirst wieder lieben können.

Wenn du ein paar Dinge beachtest: deinem jetzigen Schmerz den Raum zu geben, den er braucht. Dir Zeit zum Heilen zu geben. Und deine Learnings anzuerkennen, die dir dieser Schmerz mitgeben will.

 

Warum tut eine Trennung so scheiße weh?

Egal, wer sich von wem getrennt hat und was die verschiedenen Gründe für die Trennung sind, sie tut immer weh. Eine Trennung ist wie ein kleiner Tod. Du verabschiedest dich von gemeinsamen Zukunftsplänen, vertrauten Momenten, intensiven Gefühlen. Von einem Menschen, der für dich einmal der wichtigste Mensch in deinem Leben war oder immer noch ist. Und du verabschiedest dich auch von der Person, die DU in dieser Beziehung warst. Du verabschiedest dich von bestimmten Vorstellungen und Erwartungen, die du an dich selbst, den anderen Menschen und diese Beziehung hattest. Du siehst, du darfst in einer Trennung nicht nur einen anderen Menschen loslassen, SONDERN SEHR, SEHR VIEL MEHR.

Hinzu kommen alte Ängste und Glaubenssätze, die jetzt bezüglich Beziehungen, Liebe und dem eigenen Selbstwert getriggert werden.

Für Menschen mit Verlustängsten ist eine Trennung vom neurobiologischen Stressfaktor vergleichbar mit einem Menschen in einem Kriegsgebiet und kann wie eine Retraumatisierung wirken. Deswegen lass dir von niemandem sagen, „hab dich nicht so“ oder „reiß dich zusammen“ oder „andere Mütter haben auch schöne Söhne“. Lass dir von niemandem deinen Schmerz verharmlosen. UND: Lass dich auch nicht von ihm auffressen.

Hinzu kommen äußere Faktoren, wie, eine gemeinsame Wohnung auflösen, umziehen, eine neue Bleibe finden, letzte Dinge gemeinsam regeln, was passiert mit dem gemeinsamen Hund, oder noch krasser: was ist mit dem gemeinsamen Kind. Es ist viel, was du gerade zu händeln hast.

Eine Trennung kann also auf vielen Ebenen großen emotionalen Stress auslösen.

 

Wie kann ich eine Trennung überwinden?

Natürlich kannst du jetzt jeden Abend 5 Bottiche Ben&Jerrys in dich reinschaufeln, dich sofort auf der nächsten Dating-App anmelden oder dir eine Rache-Stratgie für deinen Arschloch-Ex überlegen. But that’s not what Badasses do. Ich hab da Bessere Tipps für dich, die nachhaltig und tiefgreifender sind.

Erstmal möchte ich dir sagen, was du besser NICHT tun solltest:

  • dich mit jemand anderem hinwegtrösten
  • dich permanent von deinem Schmerz ablenken
  • zu erwarten, dich sofort wieder gut zu fühlen
  • ungeduldig mit dir sein
  • ihn auf Social Media stalken
  • anfangen zu trinken oder rauchen oder dich sonst wie zu betäuben
  • dich komplett zu isolieren
  • deine Gesundheit zu vernachlässigen durch zu wenig essen, trinken oder Bewegung
  • dich schämen, weil deine Bezeihung nicht gehalten hat
  • dich sofort auf die Suche nach jemand Neuem machen
  • deinem Ex Böses wünschen (denn das kommt direkt zu dir selbst zurück)

 

Was ich dir stattdessen empfehle:

Du brauchst jetzt viel Zeit, zu heilen. Heilen ist ein Prozess und geht nicht von heute auf Morgen. Wenn du dir dein Knie aufschürfst, funktioniert es auch nicht am nächsten Tag wie neu und das erwartest du auch gar nicht. Also erwarte auch von DIR nicht, dich sofort wieder gut zu fühlen, und deine alltäglichen Dinge genauso gewuppt zu kriegen wie davor. Es ist OKAY, müder zu sein, erschöpft und traurig. Hab GEDULD mit dir und nimm dir viel Zeit für dich.

Wichtig ist eine gesunde Mischung aus Zeit FÜR dich und MIT dir alleine, zum Nachdenken, Nachfühlen, Ordnen und zur Reflexion. Und Zeit mit sicheren Menschen, mit Ablenkung mit den schönen Dingen des Lebens.

Eine Trennung ist immer eine gute Zeit für eine allgemeine Bestandsaufnahme. Als Inspiration lade dir mein Freebie „Meine bewusste Lebensliste“ herunter.

Gib dir  neben der Zeit zu trauern, zu weinen, den Schmerz zu fühlen, immer mal wieder einen Ruck, rauszukommen, bewusst den Kopf abzuschalten, dich abzulenken, etwas mit deiner besten Freundin zu unternehmen. Es ist wichtig, dass du dir immer wieder in kleinen Dosen, ein Stück normales Leben zurückholst. Und in den ein, zwei Stunden NICHT an die Beziehung oder deinen Exfreund denkst.

Erwarte nicht, dass du sofort super viel Spaß dabei haben wirst. Aber es ist wichtig, ab und zu rauszukommen, andere Reize zu haben und deinen Fokus für ein paar Stunden auf komplett andere Dinge zu richten.

Schaue, dass du genug isst, trinkst und schläfst und ganz wichtig: Sport. Bewege dich regelmäßig. Dein Körper ist in einer Trennungsphase VOLL von Stresshormonen, diese wollen regelmäßig abgebaut werden. Und wenn es nur ein Spaziergang im Wald ist, egal was, aber bewege dich. Am besten mindestens eine Stunde jeden Tag. Du wirst wahrscheinlich nicht viel Lust darauf haben, aber glaube mir, danach WIRST du dich besser fühlen. Tue dir diesen einen Gefallen, diesen wichtigen Act of Selflove, und komm in deinen Körper, fühle dich, bewege dich. Das ist so heilsam.

Trennungsschmerz und Liebeskummer kommt in Wellen. Es wird Momente geben, da wird es sich wieder ein bisschen leichter anfühlen, ein bisschen „okayer“. Und dann kann es sein, dass es dich ohne Vorwarnung nochmal überrollt. Plane das mit ein. Das ist Teil des Prozesses. Heilung ist nie linear. Und wisse, dass du trotzdem Fortschritte machst.

Wichtig ist auch, dass du gut und ausreichend schläfst. Falls du noch keine Morgen- und Abendroutine hast, empfehle ich dir, dir für morgens und abends ein kleines, heilsames Achtsamkeitsritual einzubauen. Das kann ein Fußbad sein, das Führen einer Dankbarkeitsliste, eine geführte Meditation, eine kleine Yogasession, was auch immer. Tue morgens und abends etwas NUR FÜR DICH. Schaue dich hierfür mal in meiner Freebie-Bibliothek um, dort findest du einiges, was du benutzen kannst.

 

Wie kann in all diesem Schmerz etwas Gutes sein? Und wie kann ich wieder positiv in die Zukunft blicken?

Im Nachhinein hatten ALLE Trennungen, durch die ich gegangen bin, etwas Gutes und absolut ihren tieferen Sinn. Manche Trennungen waren regelrecht ein GESCHENK für mich. Natürlich wollte und konnte ich das auch nicht immer sofort erkennen, sondern erst mit einem gewissen Abstand.

Ich kann dir sagen, dass meine größten mentalen und emotionalen Reifungs-und Transformationsprozesse in den Phasen waren, wo ich nach einer Trennung wieder mehr zu mir selbst gefunden habe.

Die coolsten und interessantesten Dinge in meinem Leben, habe ich immer NACH einer Trennung gemacht: meinen Tauchschein alleine in Ägypten. Meine Yogalehererausbildung im Himalaya. Meine spirituelle Selbstfindungsreise mit einem Schamanen. Mein Volunteering-Monat auf einer Löwenfarm in Südafrika. Aber auch „kleine“ Dinge (die gar nicht klein sind) wie, regelmäßig alleine in den Wald gehen, alleine durch meine Stadt spazieren, neue Freundinnen kennenlernen, all das habe ich immer nach einer Trennung gemacht.

Und weißt du was? Sensitive Badass ist kurz nach meiner letzten Trennung entstanden. Wäre ich heute noch in dieser Beziehung, würdest du diesen Text hier gerade sehr wahrscheinlich nicht lesen.

Was ich dir damit sagen will:

In jeder Trennung liegt ein enormes Potential für deinen persönlichen Wachstums- und Transformationsprozess. Denn es gibt gute Gründe, warum es nicht mit euch funktioniert hat. Wie sagt man so schön: Manchmal gibt der liebe Gott dir nicht das, was du willst, weil er etwas viel Besseres für dich geplant hat. Und dem muss man manchmal einfach blind vertrauen.

 

Jetzt habe ich ein paar (Haus-)Aufgaben für dich, meine Liebe:

  1. Mache dir eine Liste mit Dingen, die du während der Beziehung vernachlässigt hast z.B. Sport, Zeit mit deinen Freundinnen, ein anderes Hobby, Dinge mit Knoblauch essen (war bei mir so, echt jetzt.), Abends weggehen, Reisen, Zeit mit dir alleine verbringen, alles mögliche, was dir sonst noch einfällt. Für was hast du jetzt endlich wieder mehr Zeit?
  2. Mache eine Liste von Dingen, die du schon immer mal auspobieren wolltest. Skydiving, einen Kochkurs, eine Lymphdrainage, eine Yogastunde, einen Kurztrip alleine, eimal auf den Eiffelturm, mit Delphinen schwimmen, dir ein Tattoo stechen lassen, ein Training mit mir buchen 😉 – was auch immer, lass deiner Fantasie freien Lauf, es gibt keine Grenzen, schreib alles auf.

Informiere dich aktiv über diese Dinge. Wo, wann, wie kannst du sie möglich machen? Was ist der erste Schritt dahin? Mache dir feste Termine in deinen Kalender. Und dann tue diese Dinge.

Just do it. Denn man bereut immer die Dinge, die man NICHT getan hat.

 

Und dann geht es noch um deine Learnings aus der vergangenen Beziehung:

Dass du mit dem nächsten Mann nicht wieder denselben Salat serviert bekommst. Für diese Aufgabe musst du RADIKAL EHRLICH ZU DIR SELBST SEIN.

Alles was du aus dieser Beziehung NICHT LERNST, wird dir in der nächsten wieder vor die Nase gesetzt. Glaub mir. Das Universum will dich wachsen sehen und wird dir solange dieselbe Lektion auftischen, bis du sie gelernt hast. Ob du willst oder nicht.

Glaube es jemandem, der mehr als einmal sitzen bleiben musste. Mach es besser als ich:

3. Mache dir eine Liste von Dingen, die du NICHT mehr in einer Beziehung möchtest und tolerierst, die absolute Deal Breaker für dich sind, z.B. Unzuverlässigkeit, ein extrem zeitintensiver Job, keine Konfliktfähigkeit, Aggressivität, emotionale Gewalt, unterschiedliches Nähe-Distanz-Bedürfnis, Untreue, einfach ALLES, was du ABSOLUT NICHT MEHR WILLST. Es ist ganz wichtig, dass du dir das bewusst machst und aufschreibst. Lies dir das immer wieder durch.

4. Und jetzt mach dir eine Liste, wie du dich in einer Beziehung FÜHLEN möchtest, z.B. wertgeschätzt, geliebt, sicher, leicht, begehrt, erfüllt, gesehen, gehört, etc.

Und dann schreibe dir zu jedem dieser Gefühle jeweiles 3 Dinge auf, die DU AKTIV dafür tun kannst, um diese Gefühle zu fühlen, z.B. mit deiner besten Freundin telefonieren, dir ein Vollbad gönnen, etwas Gutes tun, jemandem helfen, eine geführte Meditation machen, einen Spaziergang machen, tief in den Bauch atmen, zum Sport gehen, dir etwas leckeres kochen, was auch immer. Und dann tue JEDEN TAG MINDESTENS eines dieser Dinge.

Warum? Wenn du dich selbst darum kümmerst, so oft wie möglich die Gefühle zu fühlen, die du dir am meisten wünschst, wirst du automatisch noch MEHR MENSCHEN, SITUATIONEN und CHANCEN anziehen, die auf derselben energetischten Frequenz dieser Dinge sind. Das ist ein pysikalisches Gesetz.

UND es wird langfristig etwas mit deinem SELBSTWERT machen, weil du AKTIV jeden Tag etwas FÜR DICH tust, unabhängig von einer Beziehung.

Diese daily acts of Selflove sind meiner Meinung nach der langfristige und nachhaltige Schlüssel für eine gute Verbindung zu dir Selbst.

5. Und als Letztes habe ich ein kleines Abschiedsritual für dich. Manchmal ist eine friedliche Trennung oder eine letzte Aussprache nicht möglich, aber auch wenn, kann dir dieses Ritual helfen, loszulassen. Schreibe deinem Expartner einen Brief. Schreibe alles raus, was du denkst und fühlst. Was dich verletzt hat, was du vermisst, was dir wehtut, was schön war, was schlecht war. Vielleicht kannst du ihm auch Dinge verzeihen, und wenn nicht, ist das auch okay. Schreibe einfach ungefiltert alles auf, was dir in den Sinn kommt, es wird von ganz alleine fließen.

Ganz am Schluß schreibst du deinem Expartner, für was du ihm DANKBAR bist. Ja, DANKBAR. Egal wie sehr er dich verletzt haben mag, finde etwas, wofür du ihm dankbar bist.

Wenn dir das schwer fällt, kann ich dir ein paar persönliche Dinge nennen, die ich trotz vielen Verletzungen aus einer narzisstischen Beziehung von meinem Exfreund gelernt habe und wofür ich ihm bis heute unendlich dankbar bin: durch ihn habe ich meine Leidenschaft zum Tauchen entdeckt. Durch ihn habe ich angefangen, mich selbst zu lieben. Ich habe neue Restaurants entdeckt. Ich habe mein Liebelings-Thaimassage-Studio gefunden, in das ich heute noch gehe. Ich habe angefangen, mich tief mit mir selbst zu beschäftigen. Ich habe gelernt, was ich NICHT mehr will. Ich habe gefühlt, wie es ist, jemanden bedingungslos zu lieben und dadurch auch gelernt, mich selbst mehr zu lieben. Nur so, als kleine Inspiration für dich.

Es gibt IMMER etwas, was du LERNEN kannst und wofür du DANKBAR sein kannst.

Wenn du fertig bist, nimmst du den Brief und tust ihn in einen Umschlag. Klebe ihn zu. Nimm dir Streichhölzer oder ein Feuerzeug mit.

Fahre irgendwo hin, wo du ungestört bist. Auf ein Feld, an den Waldrand, wo auch immer. Fühle nochmal alles ganz intensiv, was in diesem Brief steht. Zünde den Brief an und beobachte, wie er langsam verbrennt. Sage innerlich oder laut während des gesamten Verbrennungsprozesses: ICH LASSE LOS. Mit jeder Ausatmung atmest du alle Gefühle raus, die du während des Schreibens dieses Briefes gefühlt hast. Bleibe anschließend noch eine Weile sitzen, fühle nach. Und dann tue etwas, das dir gut tut.

All das sind Dinge, die du jetzt für dich tun kannst. Remember: Gib dir Zeit. Heilung kommt in Wellen. Du wirst wieder Lachen können, aus ganzem Herzen, versprochen.

Wenn du dir persönliche Unterstützung wünschst, deine Trennung zu verarbeiten, ist mein 1:1 Online-Badass-Training was für dich. Schreib mir gerne über das Kontaktformular hier auf meinem Blog und wir schauen, wie ich dich am Besten unterstützen kann. <3